Muslimbrüder in Ägypten, sunnitische Rebellen in Syrien und vertane Chancen der Türkei

 

Alles begann 2011 so hoffnungsvoll auf dem Kairoer Tahirirplatz. Auf dem selben Platz geht die jetzige Regierung gegen die selben Menschen vor, die für den Arabischen Frühling kämpften, das syrische Regime soll möglicherweise von der sunnitischen Opposition gestürzt werden und die Türkei schwächelt als Vorbild.

 

Sie beschuldigen den ägyptischen Präsidenten, Muslimbruder Mohammed Mursi, er habe einen Staatssstreich begangen und den demokratischen Prozess gestoppt und gingen wieder auf die Straße, weil Mursi seinen Machtanspruch ausgeweitet hat. In einem Verfassungszusatz hatte er verfügt, dass von ihm “getroffene Entscheidungen, die dem Schutz der Revolution” dienten, rechtlich nicht mehr angefochten werden können. Ebenso könne die Verfassungsversammlung nicht mehr von einem Gericht aufgelöst werden, heisst es. Generalstaatsanwalt Abde Meguid Mahmud wurde ebenfalls von ihm entlassen. Seit Mubaraks Sturz hat Ägypten noch immer keine neue Verfassung, die eine Grundlage für Parlamentswahlen bilden könnte. Das erste Parlament der Muslimbrüder wurde von einem Gericht aufgelöst.

 

Neuer “Pharao”

Kritiker werfen ihm vor, er habe die gesamte staatliche Macht an sich gerissen und schwinge sich zu einem neuen “Pharao” auf. Er habe dem Volk sowie den Instiutionen sämtliche Rechte und Macht geraubt. Mursi erklärte sein Tun, indem er behauptet, er handele im Sinne Gottes und der Nation und Ägypten werde sich auf seinem Weg nicht aufhalten lassen. Daraufhin sollen in verschiedenen Städten Parteibüros der Muslimbruderschaft beschädigt oder in Brand gesetzt worden sein. Die pure Enttäuschung macht sich Luft.

 

Ob diese Menschen, die ihren Diktator loswerden wollten, sich bewusst waren, was auf sie zukommen könnte? Hatten sie ein Modell im Kopf, das ihnen erstrebenswert erschien und das machbar gewesen wäre? Diese Fragen kommen spät, und spätestens hier kommt die Türkei ins Spiel. Eine islamisch geprägte, demokratische Republik direkt nach Mubarak? Es wäre ihnen zu wünschen gewesen.

 

Kaiser`s neue Kleider: Ist der Kaiser wirklich nackt?

Eine Zeitlang sah es so aus, als ob der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan neo-osmanische Ambitionen verfolge und sich außerdem zum Wortführer in der islamischen Welt etablieren könnte.

 

Ob neo-osmanische Pläne hin und her, als Wortführer hätte die Türkei in der islamischen Welt tatsächlich eine wichtige Rolle spielen können. Doch Erdogan hat politisch viele Fehler gemacht und manchmal ein bisschen zu sehr auf den Putz gehauen. Die Beziehungen zu Israel demolierte er so nachhaltig, dass er dieser Tage noch nicht mal mehr in der Lage war, zwischen den Hamas und Israel zu vermitteln. Hier musste er Ägypten den Vortritt lassen, während er selbst lautstark Israel als terroristischen Staat bezeichnet. Mursi vermittelte und durfte den Waffenstillstand verkünden. Erdogan konnte den großen Mann spielen, solange in anderen islamischen Ländern neue Männer noch nicht gefunden waren, doch jetzt machen Leute wie Mursi ihm vor, wie regionale Machtpolitik geht. In der Türkei kursiert bereits die Sage von “Kaisers neuen Kleidern”. Man warte nur darauf, wann jemand ruft, “aber der hat doch gar nichts an”, wird in den sozialen Medien wiederholt gewitzelt. Sollte Erdogan sich wirklich verhoben haben, hat er eine Riesenchance in der gesamten islamischen Welt verspielt. Für so manchen Beobachter gilt als Hinweis dafür bereits, dass er “Patriot”-Raketen zur Aufstellung an der syrischen Grenze angefordert hat.

 

Der X-Faktor Syrien

Türkische Aleviten, die in den grenznahen Gebieten zu Syrien leben, erzählen immer häufiger von unangenehmen Begegnungen mit sunnitischen Rebellen aus Syrien. Die schiitische Minderheit in Syrien ängstigt allein der Gedanke, von diesen Leuten demnächst regiert zu werden. Sie fürchten um ihr Leben, von der syrischen Minderheit der Christen einmal ganz abgesehen. Last not least bleibt abzuwarten, wie es weitergeht mit den Kurden in Syrien sowie in der Türkei.

 

Christine Keiner

 

Foto: www.lautgegennazis.de
Foto: www.lautgegennazis.de

Kauf von Hitlers Geburtshaus durch russischen Abgeordneten

 

Das Haus im österreichischen Braunau ist schon länger eine Belastung für die Gemeinde. Die Idee von Bürgermeister Waidbacher, dort Wohnungen zu bauen, stiess auf wenig Gegenliebe in der Gemeinde.

Nun will ein russischer Abgeordneter das Haus mit Hilfe von Spendengeldern kaufen und abreissen lassen. Das Haus steht seit über einem Jahr leer.

Wie aus der Presse heute zu erfahren war, will der russische Abgeordnete Franz Klinzewitsch das Haus kaufen und dann abreissen lassen. Vermutlich werden sich die meisten Braunauer darüber freuen. Die nämlich konnten sich nicht vorstellen, dass in den Wohnungen, die im Geburtshaus Hitlers eingerichtet würden, Menschen wohnen wollten, die man sich als Mitbürger wünsche. Obwohl Hitler nur seine ersten drei Lebensjahre in dem Haus verbrachte, fühlt sich die Gemeinde stigmatisiert. www.lautgegennazis.de

JR

Foto: Botschaft der USA
Foto: Botschaft der USA

Noch einmal vier Jahre für Obama

"Ob ich Eure Stimme verdient habe oder nicht, ich habe Euch zugehört. Ich habe von Euch gelernt. Und Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht."

 

Nach einem harten und aggressiven Wahlkampf wurde Barack Obama erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Jetzt muss Obama seinen Auftrag erfüllen. Gelingt ihm das in seiner zweiten Amtszeit auch nicht, wird sich das nicht nur auf die USA, sondern auf die ganze Welt auswirken.

ck

 

TESTPHASE
BEENDET!

 

Wir werden in wenigen Tagen mit einem veränderten Layout so richtig loslegen. Neue Funktionen, schneller Zugriff auf einzelne Artikel und eine Rundum-Erneuerung werden ZEITPUNKT-MAGAZIN noch attraktiver machen. 


Der bisherige Erfolg unseres Magazins hat uns ermutigt und bestätigt, auf diesem Wege weiterzumachen. Auf unserem YouTube-Kanal "zeitpunktplus" wird sich nichts ändern.


Sollten wir in den nächsten Tagen nicht sofort auf Ihre Mails antworten, dann liegt es am Wechsel des Providers. Wir melden uns auf jeden Fall.


Für eilige Mails: travelwords.berlin@gmail.com


Wir freuen uns auf eine weitere, erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ihr Zeitpunkt-Team

 

www.zeitpunkt-magazin.de ist ein Projekt von TWB-Medien, einem Zusammenschluss von berufserfahrenen Journalisten/innen und Autoren/innen.


zeitpunkt-magazin.de

 sieht sich in der Bandbreite von Bloggs bis Internet-Magazin. Eine Anlaufzeit sei uns gestattet.


ANMERKUNG

Unsere Unterstützung für „Weltexpress“ haben wir mit sofortiger Wirkung beendet.

Alle ZEITPUNKT-Videos finden Sie auf unserem

YouTube-Kanal 

"zeitpunktplus"

Abonnieren Sie kostenlos unseren Kanal auf YouTube

Die neuesten

ZEITPUNKT

Pocket-Interviews

ZEITPUNKT-Interview Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu James Simon und Nofretete

ZEITPUNKT-Interview

mit ZDF-Moderatorin

Dunja Hayali

ZEITPUNKT-Umfrage zum "Weltuntergang am 21. Dezember". Teil 2

ZEITPUNKT-EXKLUSIV: Noch nie veröffentlichtes Bildmaterial von einer Pressekonferenz (2010) mit Helge Schneider

ZEITPUNKT-Spontan-Interview mit dem Schauspieler Jürgen Vogel

ZEITPUNKT - Pocket-Interview mit Susanna Kraus über die einzigartige Kamera IMAGO 1:1

ZEITPUNKT Pocket-Umfrage

zum Thema "Weltuntergang am 21. Dezember".

Interview mit Richard Davis Precht zu seiner ZDF-Sendung "Precht"

ZEITPUNKT - Die Pocket-Umfrage zum Thema Nebeneinkünfte der Politiker

Pocket-Interview mit

Maike Maja Nowak

www.dog-institiut.de

ZEITPUNKT Pocket-Interview mit Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad

Schönhauser Allee 103

10439 Berlin

Tel.: +49(0)30

43 65 91 03

www.hotel103.de

WEITERE ARTIKEL

Kasachstan startet

neue Offensive gegen Opposition – und

die Kanzlerin lächelt Mehr

NPD will sich selbst verbieten lassen – ein billiger Trick! Mehr

Weltuntergang am 21.12:

Sex ist der letzte Wunsch der Deutschen Mehr

Video siehe oben

700.000 Euro

im Taxi vergessen -

Taxifahrer gibt Fund zurück Mehr

JACOB BUTLER – ein australischer Superstar Mehr

Das Deutsche Film-

museum packt aus … Mehr

Zimmerazalee

ist Zimmerpflanze des Monats Dezember Mehr

Larry Hagman – der Fiesling von „Dallas“ ist tot Mehr

Pellets eignen sich für jedermann – Heizen mit Pellets Mehr

Maklergebühren in der Diskussion Mehr

Die Rolling-Stone-Jahre Mehr

Achtung PutzfimmelEine Glosse zum „Weltputztag“ Mehr

Mit AIDA Weihnachten auf den Kanaren feiern Mehr

Immer weniger

bezahlbare Wohnungen Mehr

In Antalya müssen 2290 Frauen vor Gewalt  

in der Familie beschützt werden Mehr