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Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes
Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes

Immer weniger bezahlbare Wohnungen

 

ZEITPUNKT / Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, warnte vor „dramatischen Zuständen“ auf dem Wohnungsmarkt. Groß- und Universitätsstädte steuerten auf eine „mittlere Katastrophe“ zu, und die Verteuerung der Wohnkosten treffe nicht nur Einkommensschwache, Rentner und Studenten.

 

Auch normal- und sogar viele gutverdienende Haushalte können das nötige Geld kaum noch aufbringen“, wird Rips zitiert. Hinzu komme die wachsende Altersarmut und er wies darauf hin, dass – wenn die Menschen künftig weniger Rente bekämen, aber immer höhere Wohnkosten zahlen müssten - sich „ein brandgefährlicher Zustand“ entwickele. Niemand solle diese soziale Sprengkraft unterschätzen.

Der Protest wird immer radikaler
Der Protest wird immer radikaler

Erste Proteste auf der Straße

Am vergangenen Samstag gingen in drei Großstädten einige Tausend Menschen auf die Straße, um gegen hohe Mieten und die Verdrängung von Mietern aus ihren Stadtteilen zu protestieren. Aus diesem Anlass richtete der Mieterbund-Chef einen dringenden Appell an die Politiker, schnellstens neue Wohnkonzepte zu entwickeln. Die Wohnungsfrage komme neben der Energiefrage bei der Bundestagswahl 2013 auf die Politiker zu.

 

Seine Kritik galt vor allem dem Verkauf kommunaler Wohnungsbestände an private Investoren, die oft aus dem Ausland kämen, um „schnelles Geld“ zu machen.

 

Laut einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sollen auch 2013 Mieten und Wohnungspreise in den meisten deutschen Städten steigen. An der Spitze liegen Berlin, Hamburg, München und Frankfurt, hieß es dort. Weil die Kaufpreise für Eigentumswohnungen inzwischen sogar mehr stiegen als die Mieten, könnten spekulative Blasen entstehen, wird befürchtet.


Laut einer DIW-Studie legten Wohnungspreise in deutschen Großstädten in den vergangenen fünf Jahren jährlich um 6,5 Prozent zu. An der Spitze dabei stehe München. Dort würden die Preise doppelt so hoch wie im Durchschnitt liegen, in Berlin dagegen lagen sie bis 2010 im Schnitt, während sie seitdem stark angestiegen seien.

ck

Foto: ck
Foto: ck

Maklergebühren in der Diskussion:

 

Wer die Musik bestellt, soll sie auch bezahlen!

 

Eine Wohnungssuche ist nicht lustig, in Ballungsgebieten dagegen ist sie eine Zumutung und unverschämt teuer obendrein. Maklerprovisionen müssen vom Mieter bezahlt werden – und diese steigen mit den Mieten. Das soll sich jetzt ändern. Früher war das so, dass man einen Makler beauftragte, eine Wohnung zu finden. Der machte sich dann auf, um zu suchen, was der Kunde wünschte.

 

Das ist heute fast nur noch bei Kaufimmobilien so. Bei Mietimmobilien sucht sich der Mieter in der Regel aus allen möglichen Medien die für ihn in Frage kommende Immobilie heraus und kontaktiert dann Vermieter oder Makler. Von dem Makler erhält er dann entweder einen Termin zur Besichtigung oder die Telefonnummer vom Vermieter. Ist der Kunde dann interessiert, die besichtigte Immobilie zu mieten, bekommt er sozusagen schon bei seinem ersten “Jawort” die Provision des Maklers in Rechnung gestellt und die kann bis zu 2,5 Nettomieten betragen. Kein schlechtes Honorar für einige Telefonate und Besichtigungstermine.

 

Endlich wird einmal auch auf politischer Ebene thematisiert, dass diese hohen Maklerprovisionen schon längst zu einer unzumutbaren Belastung für Wohnungssuchende geworden sind. Da die Makler von Vermietern beauftragt werden, soll der Auftraggeber künftig auch die Kosten tragen. Getreu nach dem Motto: Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch!

 

Maklergebühren versteckt in der Miete unterbringen?

Eine “missbräuchliche Umgehungsart” wäre, dass die Vermieter im Falle, dass sie die Maklergebühren tragen müssten, diese Kosten in einer erhöhten Miete unterzubringen versuchten. Diese Bedenken meldete auch der IVD (Immobilienverband Deutschland) an. Was man auf den Vermieter umlegen könne, würde auf den Mieter umgelegt, hieß es dort. Es müssten also Schritte unternommen werden, die es unmöglich machten, die Provisionen in die Miete einzurechnen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Vermieter Verträge mit Zeitbindung fordern könnten, um häufige Mieterwechsel zu vermeiden.

 

Einig war man sich jedoch allerorten, dass es gerade in Großstädten mehr bezahlbare Wohnungen gebe müsse, um Missbrauch und Abzocke der Wohnungssuchenden weitestgehend verhindern zu können.

 

JR

 

 

 

 

 

 

 

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